Poker Bankroll Management - Geld richtig verwalten
Verfasst von Alexander Egger
Dienstag, August 12, 2008
Erfolgreiche Pokerspieler kombinieren das ständiges Verbessern der eigenen strategieschen Pokerfähigkeiten und eine strikte finanzielle Kontrolle seiner Bankroll - der "Geldbank" die man zur Verfügung hat, um zu pokern.
Viele Pokerspieler verlieren vorallem deshalb, weil sie ausserhalb ihrer finanziellen Grenzen spielen und sich an Pokertischen mit viel zu hohen Limits setzen. Andere wissen die Höhe ihrer Geldeinlagen gar nicht und spielen "nach Gefühl". Kein Wunder also, wenn sie nie schwarze Zahlen schreiben.
Die "Poker Bankroll", also die "Geldbank" ist die Summe allen Geldes, die momentan zur zum Pokern zur Verfügung seht. Dabei ist es egal, wieviel verschiedene Poker-Webseiten man besucht. Ob man 3000 Euro oder Dollar in vier verschiedenen Webseiten eingezahlt hat oder nur in einem Pokerroom spielt, ist egal. Der Startpunkt ist immer die Gesamtsumme. Wenn man nur "zufällig" Einzahlungen macht, wenn einem das Geld ausgeht, dann ist das die falsche Strategie! Um zu den Gewinnern zu gehören, muss man seine Zahlen und Möglichkeiten kennen.
Eines ist wichtig: egal wie gut man Poker spielt, man wird immer mal wieder in die statistische Zone geraten, in der man Geld verlieren wird. Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern Wahrscheinlichkeitsrechnung. Geldmanagement verhindert, dass man sein ganzes Geld verliert und statt dessen seine Wetteinsätze den Gegebenheiten anpasst und beispielsweise an Tischen mit niedrigeren Einsätzen spielt, bis man genügend Reserve hat, um sie wieder zu erhöhen.
Es gibt zwei englisch-sprachige Webseiten die einem sogar helfen, diese Bankrollmanagement zur täglichen Kontrolle zu nutzen und mit einer visuellen Grafik seine Spielbewegungen bessser zu verstehen: pokerdominator.com und pokertracking.com.
Die Höhe der Gesamtsumme bestimmt das Niveau auf dem man seine Wetteinsätze machen kann. Es gibt generell drei Arten von Geldmanagement: konservatives Spiel, aggressives Spiel und ausgewogenes Spiel.
Im konservativen Spiel gilt die Regel, dass die Bankroll 1000 Limit Big Bets oder 100 No Limit Buy-Ins entsprechen sollte. Dieses Profil ist für Langzeitspieler die das Auf und Ab der Wahrscheinlichkeiten mildern wollten und regelmässig Geld mit Pokern verdienen wollten.
Im aggressiven Spiel gilt die Regel, dass die Bankroll 250 Limit Big Bets oder 20 No Limit Buy-Ins entspricht. Es ist für Spieler, die schnell in ihren Wettlimits nach oben gehen möchten. Allerdings ist man hier eher den Wahrscheinlichkeitsrechnung-Schwankungen ausgeliefert und man muss ein sehr kontrollierter Spieler sein, der sofort sein Limit wieder nach unten anpasst, wenn es zu einer Phase von verlorenen Spielen kommt.
Die meisten Spieler bevorzugen am liebsten einen Mix aus beiden und entscheiden sich deshalb fuer das ausgewogene Spiel: 500 Limit Big Bets oder 40 No-Limit buy-ins. Das ist auch die empfohlene Methode für Spieler, die gerade mit Poker beginnen.
Das Konzept seine "Poker-Geldbank" im Griff zu haben ist eigentlich recht simpel, aber die Umsetzung ins reale Pokerspiel kann durchaus schwierig sein, wenn man sich statt dessen von Gefühlen leiten lässt.
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